Ängste
Der Angst mutig begegnen
Angst ist eine natürliche Reaktion – sie schützt uns und warnt vor Gefahr. Doch manchmal wird sie zu stark, tritt ohne ersichtlichen Grund auf oder schränkt das Leben spürbar ein. Situationen, Orte oder Gedanken, die Angst auslösen, werden dann oft vermieden – was die Angst langfristig verstärken kann.
In der Verhaltenstherapie geht es darum, die auslösenden Situationen, Gedanken und Körperreaktionen besser zu verstehen. Sie lernen, wie Ängste entstehen und wodurch sie aufrechterhalten werden. Dieses Wissen bildet die Grundlage, um Schritt für Schritt wieder Kontrolle und Vertrauen zu gewinnen.
In einem sicheren therapeutischen Rahmen werden behutsame Expositionsübungen durchgeführt: Sie stellen sich den angstauslösenden Situationen bewusst – und erleben, dass die Angst nach und nach abnimmt, ohne dass etwas Schlimmes geschieht.
Kognitive Techniken helfen zusätzlich dabei, übersteigerte Befürchtungen zu überprüfen und durch realistischere Einschätzungen zu ersetzen. So entsteht allmählich mehr innere Ruhe, Selbstvertrauen und Freiheit im Alltag – und die Angst verliert an Macht.