Panikstörung
Wenn die Angst die Kontrolle übernimmt
Panikattacken können sich plötzlich und überwältigend anfühlen – Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Viele Betroffene leben in ständiger Sorge vor der nächsten Attacke und beginnen, bestimmte Situationen zu vermeiden.
In der Verhaltenstherapie wird der sogenannte „Teufelskreis der Angst“ genau betrachtet: Sie lernen zu verstehen, dass die körperlichen Reaktionen zwar sehr unangenehm, aber nicht gefährlich sind. Dieses Wissen bildet die Grundlage, um schrittweise wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen.
Mit Psychoedukation, Atem- und Entspannungsübungen entsteht zunächst ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle. Darauf aufbauend erfolgt eine behutsame Konfrontation mit den gefürchteten Symptomen und Situationen. Dabei erleben Sie, dass die Angst abklingt – auch ohne Flucht oder Vermeidung.
Kognitive Techniken unterstützen zusätzlich dabei, katastrophisierende Gedanken loszulassen und gelassener mit körperlichen Signalen umzugehen. So kann Schritt für Schritt mehr Freiheit, Selbstvertrauen und Lebensqualität entstehen – und die Angst verliert ihre Macht über den Alltag.